Vom Handwerk zur Software
Christian Veit, Jahrgang 1986, machte sich 2010 als Einzelunternehmer im Laden- und Innenausbau selbstständig. Aus dem Ein-Mann-Betrieb wurde die Veit Shopfitting GmbH, die er bis 2023 operativ führte und die zeitweise über 100 Mitarbeiter beschäftigte. 2021 nahmen die Financial Times und Statista das Unternehmen in die FT 1000 auf — das Ranking der 1.000 am schnellsten wachsenden Unternehmen Europas.
2019 gründete er Wadiki Spielplatz. Das Unternehmen ist Montagepartner mehrerer Spielplatzgerätehersteller, übernimmt Montage und Reparatur und führt als Sachverständigenbüro die vorgeschriebenen Inspektionen öffentlicher Spielplätze durch. In einem LEADER-geförderten Pilotprojekt digitalisierte Wadiki gemeinsam mit elf Kommunen den Betrieb von 66 Spielplätzen. Entstanden ist ein digitales Managementsystem für das rechtssichere Betreiben öffentlicher Spielanlagen: Die Zahl der operativen Kontrollen stieg um 229 Prozent, Reaktionszeiten auf gemeldete Mängel sanken von Monaten auf Stunden bis Tage, und Bürgerinnen und Bürger meldeten 572 Hinweise über das System.
Wie Cleandesk365 entstanden ist
Die Digitalisierung der eigenen Betriebe war zunächst Selbstzweck: Papier raus, Prozesse in die Hosentasche. Sie sprach sich herum. Kollegen fragten nach, dann der Bürgermeister — ob man die kommunale Verwaltung ebenso aufstellen könne.
Die Nachfrage riss nicht ab. Die am Markt verfügbaren Lösungen waren zu kompliziert und zu teuer für Betriebe dieser Größe. 2023 gründete Christian Veit deshalb gemeinsam mit Stefan Horny die Cleandesk365 GmbH mit Sitz in Grimma.
Was Cleandesk365 heute macht
Das Unternehmen begleitet Betriebe von fünf bis 300 Mitarbeitern bei der Digitalisierung und Automatisierung ihrer Prozesse. Für Handwerk und kleinere Unternehmen gibt es zusätzlich eine Standardlösung, mit der sich der gesamte Betrieb vom Smartphone aus steuern lässt.
Themen, über die Christian Veit schreibt und spricht
Digitalisierung im Baubetrieb
- Warum Digitalisierungsprojekte an der Mannschaft scheitern, nicht an der Software
- Wie ein Betrieb mit 30 Mitarbeitern ohne IT-Abteilung anfängt
- Aufmaß, Nachtrag und Dokumentation auf der Baustelle
- Zeiterfassung ohne Widerstand im Team
- Digitalisierung kommunaler Prozesse am Beispiel öffentlicher Spielplätze
Künstliche Intelligenz im Handwerks- und Bauunternehmen
- Erst Ordnung, dann Intelligenz: warum KI keine fehlende Struktur ersetzt
- Die häufigsten Fehler beim KI-Einsatz im Baubetrieb
- Warum KI ohne saubere Datenbasis mehr Schaden anrichtet als Nutzen bringt
- Was KI im Baualltag heute wirklich leistet — und was Marketingversprechen sind
- Wo ein mittelständischer Betrieb sinnvoll anfängt, wenn er KI nutzen will

